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© Prater Galerie

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Ausstellung

POST NORMAL

30.06. – 31.12.2022

Der Link zur Ausstellung wird am Tag der Eröffnung hier erscheinen.

Die Ausstellung POST NORMAL auf Prater Digital umfasst Arbeiten von den fünf Künstler:innen, die am digitalen Residenzprogramm der Prater Galerie teilgenommen haben. Die eingeladenen Künstler:innen haben sich den Herausforderungen eines digitalen Ausstellungsraumes gestellt und die eigene Arbeit in den Räumen von Prater Digital erprobt. Vor dem Hintergrund des eigenen künstlerischen Werks haben die Künstler:innen unterschiedliche Umgangsformen mit dem digitalen Galerieraum gefunden.

Der Ausstellungstitel POST NORMAL ist der Arbeit von Sharon Paz entliehen. Der Titel bezieht sich auf das Konzept der Postnormal times (PNT) von Ziauddin Sardar. Schon 2010 beschrieb dieser die Gegenwart als eine Zwischenphase, in der alte Orthodoxien sterben würden, neue erst noch geboren werden müssten und in der scheinbar nur sehr wenige Dinge Sinn ergeben. Die Grenzen, die uns der physische Raum setzt, lassen sich im digitalen spielend überwinden. Denn wer kann im physischen Raum Objekte schweben lassen, so wie Juliane Tübke in ihrer Arbeit, oder die Architektur ganz dekonstruieren, wie in der Arbeit von Michelle-Marie Letelier, in der sich der digitale Galerieraum immer weiter auflöst. Ausgehend von unseren körperlichen Erfahrungen und ihrer Grenzen im physischen Raum müssen wir im digitalen Raum immer noch lernen, uns zu bewegen. Als kommunale Galerie sind wir auf der Suche nach einer Form, wie wir den digitalen Raum bespielen können. Um dies gemeinsam mit Künstler:innen und Publikum auszuloten, haben wir die digitalen Residenzen durchgeführt, deren Ergebnisse in dieser Ausstellung zusammengeführt sind.

Kuratiert von Katharina von Hagenow

Veneta Androva

Veneta Androva, geboren in Sofia, Bulgarien, erwarb 2014 einen Bachelor of Arts in Kunstgeschichte und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2019 schloss sie ihr Studium der Bildenden Kunst als Meisterschülerin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin ab. Sie erhielt mehrerer Stipendien, darunter das Elsa-Neumann-Stipendium, das Künstlerstipendium des Cusanuswerks und das Mart-Stam-Stipendium. Im Jahr 2020 wurde sie mit ihrem Werk „From My Desert“ für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Sie erhielt den Prix Ars Electronica 2021-Award of Distinction für ihren Film „AIVA“ in der Kategorie Computeranimation, sowie den Goldenen Reiter für Animationsfilm und den LUCA Gender Diversity Award beim Filmfest Dresden. Androva nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil, unter anderem im DISPLAY (Berlin), CyberArt 2021 – Prix Ars Electronica Exhibition (Linz), Goethe-Institute Sofia (BG), Galeria Espacio Minimo (Madrid), Institute of Contemporary Art (Sofia), Monitoring Exhibition (Kasseler DokFest).

D’Andrade

D’Andrade ist nicht-binärer Musiker*, Dichter* und Autor*, dessen konzeptioneller Ansatz sich an Afro-Futurismus und dekolonialer Theorie orientiert. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von investigativen Arbeiten, neuen Narrativen und Gegen-Erzählweisen Sounddesign, Codierung, Archive und Interaktionen sind D’Andrades Werkzeug. D’Andrade hat das interdisziplinären Festivals „Jardim Suspenso“ in Brasilien mit kuratiert und gründete 2020 das Soloprojekt „Noise Vivarium“, das auf offenen Workshops basiert, in welchen Klangexperimente, Dekolonialität und Natur eine große Rolle spielen. D’Andrades Arbeiten wurden international und in Berlin ausgestellt, unter anderem in den Sophiensälen, im feldfünf, im nGbK, im Iwalwahaus und beim AKE ARTS & BOOK FESTIVAL in Nigeria.

Michelle-Marie Letelier

In Rancagua, Chile geboren, lebt und arbeitet Michelle-Marie Letelier derzeit in Berlin. Ihren Bachelor of Arts schloss sie 2000 an der Universidat Católica de Chile ab. In Berlin war sie Teilnehmerin des Gloldrausch Künstlerinnenprojekts. Leteliers Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem: GropiusBau (Berlin); Kunstmuseum Bonn; Stanislavsky Elecrotheater (Moscow); Screen City Biennial 2019 (Stavanger, Norwegen); El Museo de Los Sures (New York); Kunsthalle 3,14 (Bergen); Museum of Contemporary Arts (Santiago). Ihre VR-, sowie Videoarbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt: The Arctic Arts Festival (Harstad); Videonale.18 (Bonn); VRHAM! Festival (Hamburg/Online); WE ARE OCEAN (Berlin und Marseille); East Asia Contemporary Art Space (Shanghai); 5. Mercosur Biennial (Porto Alegre) und X Video and Media Arts Biennial (Santiago).

Sharon Paz

Die 1969 in Ramat Gan, Israel, geborene Künstlerin Sharon Paz lebt und arbeitet heute in Berlin. Ihr Studium der Bildenden Kunst hat sie mit einem MFA am Huter College in New York City abgeschlossen. Ihre Arbeiten zeigte sie u.a. in Ausstellungen im Kunstmuseum Wesenburg in Bremen, bei Smack Mellon in New York City, dem Herzlyia Museum of Art und dem Petach-Tikva Museum of Art in Israel und auf zahlreichen Festivals, u. a. auf der Transmediale 11 in Berlin.

Juliane Tübke

studierte Kunstgeschichte im globalen Kontext an der Freien Universität Berlin, bevor sie an die Universität der Künste Berlin wechselte. 2018 schloss sie dort ihr Studium bei Prof. Monica Bonvicini ab und erhielt daraufhin den Preis des Präsidenten der UdK Berlin. Für ihre zumeist ortsspezifischen Projekte wurde sie wiederholt zu internationalen Aufenthaltsstipendien wie zuletzt der bangaloREsidency 2019 in Indien (Goethe-Institut) eingeladen. Tübkes Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, u.a. im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien (2020), im Haus am Lützowplatz in Berlin (2019) und im Pepper House/Kochi Biennale Foundation in Indien (2019). Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

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Das Projekt wird aus Mitteln des Bezirkskulturfonds gefördert.