Verschiedene Spitzenstreifen und -fragmente mit Lochmuster auf rosafarbenem Untergrund, daneben eine Garnspule — Musterstücke im Entwicklungsprozess.
© Victoria Sarangova, Arbeitsprozess der Ausstellung Spitzen Rauschen. Design: Janis Gildein.

Ausstellung mit Victoria Sarangova, kuratiert von Zhijian Lyu © Victoria Sarangova, Arbeitsprozess der Ausstellung Spitzen Rauschen. Design: Janis Gildein.

Kooperationsprojekt

Domesticity II: Spitzen Rauschen

09.07. – 16.08.2026

Eröffnung: 08.07.2026, 19 Uhr
Ort: Die Pforte, Danziger Straße 101/103/105, 10405 Berlin
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 16:00 – 21:00 Uhr

Spitzen Rauschen ist eine ortsspezifische Installation von Victoria Sarangova. Die Künstlerin befragt Klänge und visuelle Phänomene der Vergangenheit und der Gegenwart des Ernst-Thälmann-Parks. Ihre Sammlung umfasst Aufnahmen historischer und gegenwärtiger Bauten, Klangelemente aus Stimmen und Geräuschen in Wohnungen und im Quartier sowie aus Rundfunksendungen der 1980er Jahre. Sarangova transformiert dieses ortsspezifische Material zu einer Installation, die nach den politischen Versprechen der Vergangenheit und den Unsicherheiten der Gegenwart fragt.

Domesticity ist ein dreiteiliges Ausstellungsprojekt, das von Lars Holdgate (Galerie Parterre), Zhijian Lyu (Prater Galerie) und Cara Michel (Galerie Pankow) konzipiert und kuratiert wird. Drei unterschiedliche künstlerische Positionen setzen sich mit dem Domesticity-Begriff auseinander, um Interpretationen seiner Bedeutungen fühlbar zu machen.

Veranstaltungen

8.7.2026 | 19:00
Eröffnung der Ausstellung in der Pforte mit einer musikalischen Begleitung von Gerry Franke

01.08.2026 | 16:00–17:00 Uhr
Lecture Performance & Spaziergang im Ernst-Thälmann-Park mit Victoria Sarangova

08.08.2026 | 16:00–18:00 Uhr
Atelierbesuch Victoria Sarangova
Anmeldung per Mail an Zhijian.Lyu[at]ba-pankow.berlin.de

Victoria Sarangova

Victoria Sarangova (*1985 in Kalmykien, Republik im Südwesten Russlands) arbeitet mit Sound, Video, Text und Handstickerei. Verwurzelt in ihrer Heimat, genährt aus ihrem Familienarchiv sowie ihrer persönlichen Geschichte greift sie in ihren oftmals ortsspezifischen Installationen die Themenfelder Fortschritt, Erinnerung und Identität auf. Sie studierte Performance: Design and Practice am Central Saint Martins College in London (B.A. 2014) und schloss 2020 den Masterstudiengang Art in Context an der Universität der Künste Berlin ab. Ihre Arbeiten wurden unter anderem beim CTM Festival 2024, im Ringtheater und im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Berlin sowie bei Sound/Image 2023 in London präsentiert. Sarangova ist Mitbegründerin des MU collective, einer Gruppe von Künstler:innen aus Kalmykien.