Diskurs

Residenzprogramm

Nach dem Launch von Prater Digital im Dezember 2020 vergibt die Prater Galerie zwei- bis dreiwöchige digitale Residenzen an lokale und internationale Künstler:innen. Wir laden Künstler:innen ein, sich den Herausforderungen eines digitalen Ausstellungsraumes zu stellen und die eigene Arbeit in den Räumen von Prater Digital zu erproben.

Es wird nicht erwartet, dass in dieser Zeit ein neues, eigenständig für den Prater Digital entwickeltes Kunstprojekt entsteht, vielmehr soll die Auseinandersetzung damit sichtbar werden, wie das eigene Werk in einem digitalen Raum funktionieren kann. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt: Welche Bedingungen braucht es, damit die künstlerische Arbeit im digitalen Ausstellungsraum funktioniert? Welche Formate eigenen sich, um einen produktiven Austausch im digitalen Raum mit und über Kunst zu ermöglichen? Am Ende der Residenz steht eine öffentliche Präsentation im Rahmen der Abendgesellschaften von Prater Digital.

Weitere Informationen zu den Künstlerinnen und ihren Projekten sowie die Termine für die Abendgesellschaften werden noch bekannt gegeben. Dokumentationen der Residenzen finden Sie hier.

D’Andrade

D’Andrade ist nicht-binärer Musiker*, Dichter* und Autor*, dessen konzeptioneller Ansatz sich an Afro-Futurismus und dekolonialer Theorie orientiert. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von investigativen Arbeiten, neuen Narrativen und Gegen-Erzählweisen Sounddesign, Codierung, Archive und Interaktionen sind D’Andrades Werkzeug. D’Andrade hat das interdisziplinären Festivals „Jardim Suspenso“ in Brasilien mit kuratiert und gründete 2020 das Soloprojekt „Noise Vivarium“, das auf offenen Workshops basiert, in welchen Klangexperimente, Dekolonialität und Natur eine große Rolle spielen. D’Andrades Arbeiten wurden international und in Berlin ausgestellt, unter anderem in den Sophiensälen, im feldfünf, im nGbK, im Iwalwahaus und beim AKE ARTS & BOOK FESTIVAL in Nigeria.

Michelle-Marie Letelier

In Rancagua, Chile geboren, lebt und arbeitet Michelle-Marie Letelier derzeit in Berlin. Ihren Bachelor of Arts schloss sie 2000 an der Universidat Católica de Chile ab. In Berlin war sie Teilnehmerin des Gloldrausch Künstlerinnenprojekts. Leteliers Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem: GropiusBau (Berlin); Kunstmuseum Bonn; Stanislavsky Elecrotheater (Moscow); Screen City Biennial 2019 (Stavanger, Norwegen); El Museo de Los Sures (New York); Kunsthalle 3,14 (Bergen); Museum of Contemporary Arts (Santiago). Ihre VR-, sowie Videoarbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt: The Arctic Arts Festival (Harstad); Videonale.18 (Bonn); VRHAM! Festival (Hamburg/Online); WE ARE OCEAN (Berlin und Marseille); East Asia Contemporary Art Space (Shanghai); 5. Mercosur Biennial (Porto Alegre) und X Video and Media Arts Biennial (Santiago).

Sharon Paz

Die 1969 in Ramat Gan, Israel, geborene Künstlerin Sharon Paz lebt und arbeitet heute in Berlin. Ihr Studium der Bildenden Kunst hat sie mit einem MFA am Huter College in New York City abgeschlossen. Ihre Arbeiten zeigte sie u.a. in Ausstellungen im Kunstmuseum Wesenburg in Bremen, bei Smack Mellon in New York City, dem Herzlyia Museum of Art und dem Petach-Tikva Museum of Art in Israel und auf zahlreichen Festivals, u. a. auf der Transmediale 11 in Berlin.

Juliane Tübke

studierte Kunstgeschichte im globalen Kontext an der Freien Universität Berlin, bevor sie an die Universität der Künste Berlin wechselte. 2018 schloss sie dort ihr Studium bei Prof. Monica Bonvicini ab und erhielt daraufhin den Preis des Präsidenten der UdK Berlin. Für ihre zumeist ortsspezifischen Projekte wurde sie wiederholt zu internationalen Aufenthaltsstipendien wie zuletzt der bangaloREsidency 2019 in Indien (Goethe-Institut) eingeladen. Tübkes Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, u.a. im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien (2020), im Haus am Lützowplatz in Berlin (2019) und im Pepper House/Kochi Biennale Foundation in Indien (2019). Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.